Claretportal vs. Sharepoint. Oder warum ein Vergleich über Factsheets keinen Sinn macht.

von Peter Soth

Die Idee für diesen Blog-Post kam mir letzte Woche, als ich eine Interessentenanfrage für unser Claretportal erhielt. Hier bat man mich, ein Factsheet für Claretportal zur Verfügung zu stellen.

Warum ein Vergleich mittels Factsheet keinen Sinn macht?

Legt man die Factsheets beider Systeme gegeneinander, so ist Sharepoint klar im Vorteil. Es verfügt über unzählige Features. Diese können wir nicht in solch einer Vielfalt zur Verfügung stellen, da wir kein Produkt verkaufen, sondern maßgeschneiderte Software-Projekte realisieren. Unsere Lösung gleicht einem Framework, das auch Funktionen wie Wiki, Blog, Microblog, Content Management, Document Management, Volltextsuche und eine facettierte Filterung enthält. Dieses Framework benutzen wir in Kundenprojekten als Basis, um nicht von vorne beginnen zu müssen und fügen dieser die individuellen Kundenanforderungen hinzu. Bei Sharepoint hingegen muss ein komplexes System zurückgestutzt werden (Analogie: SAP). Dies erweist sich in den meisten Fällen als nicht trivial und mit dem nächsten Major-Release von Sharepoint kann es zu unvorhersehbaren Problemen kommen. Deshalb empfiehlt Microsoft seinen Kunden auch, bei der Sharepoint-Standard-Installation zu bleiben.

Beispiele, warum Sharepoint in der Out-Of-The-Box Version nicht ausreichend sein mag

Für den ersten Fall nehmen wir ein Kontakte-Portlet. Der Klassiker schlechthin. Viele unserer Kunden reichern Informationen aus dem Active-Directory mit SAP HR an und speichern diese beispielsweise in einer Oracle-Datenbank. Wir können diese Daten mit unserem flexiblen Framework im Handumdrehen integrieren. Bei Sharepoint stehen als Standard die SharePoint User Profile Database und das Active Directory zur Verfügung. Hier müsste man einen Import-Job schreiben, der jede Tabellenzeile von der Oracle-Datenbank in das User Profile kopiert. Mit dem Nachteil, dass die Informationen deswegen zweimal vorgehalten werden.

Als zweites Beispiel möchte ich die iPad-Unterstützung anführen. Sharepoint 2013 wirbt mit einem umfassenden HTML5 Support. Aber wie sieht es aus, wenn man sich an einer nativen iPad App erfreuen will? Bei Sharepoint hat man die Auswahl unter ein paar Standard-Apps bspw. für Outlook. Bei Claretportal können wir alle Informationen über eine REST API und JSON bereitstellen. Diese werden direkt von der iPad App zur Darstellung benutzt. Der Anwender kann dadurch die volle haptische Unterstützung des iPads genießen.

Zuletzt noch eine Anforderung aus einem aktuellen Projekt, das wir mit Claretportal bei einem unserer Pharma-Kunden realisierten. Hierbei wurde verlangt, dass die Tags, die der Benutzer zur Verschlagwortung (Taxonomie) verwendet auch validiert werden müssen. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass ein Präparat nicht mit einer falschen Indikation verschlagwortet wird. Es war für uns nicht schwierig, diese Funktionalität zu erfüllen, da Claretportal ein offenes Framework ist. Bei Sharepoint ist hier der Aufwand sicherlich höher zu bewerten.

Rechnet sich Claretportal im Vergleich zu Sharepoint?

Dies kann letztendlich nur anhand der Anforderungen bewertet werden. Claretportal ist im Gegensatz zu Sharepoint frei von Lizenzkosten. Addiert man bei Sharepoint zu den Lizenzkosten noch die einfachste Form der Anpassung - das Branding - hinzu, so steht bereits ein ansehnlicher Betrag  für eine Umsetzung mit Claretportal zur Verfügung. Weist die Lösung weiterhin auch einen hohen Individualisierungsgrad auf, so ist Claretportal unschlagbar.

Kategorien: ClaretportalPortaleSharepoint

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