Content-Präsentation in Web-Portalen

von Peter Soth

Wird in einem Projekt Content aus einem CMS in ein Portal integriert, gilt es die Unterschiede beider Systeme zu verstehen, um eine gute Portal-Architektur entwickeln zu können. Hier wird oft der Fehler gemacht, dass jede Content-Seite 1:1 als Portal-Seite abgebildet wird. Die hieraus entstehenden Probleme sollen mit diesem Blogeintrag beschrieben werden.

Unterschiede beider Systeme:

Seiten werden in einem CMS meistens statisch in Form von HTML-Seiten vorgehalten. In einem Portal sind alle Seiten jedoch Objekte, die im Speicher gehalten werden. Basiert das Portal auf Java-Technologien, so sind dies meistens JSPs. Werden nun alle Content-Seiten als JSPs abgelegt, führt dies unweigerlich zu Performance- und Memory-Problemen.

Schlechte Architektur:

In diesem Fall werden die Content-Seiten (inklusive der Content-Navigation) 1:1 innerhalb der Portal-Seiten abgebildet. Dies hat den großen Nachteil, dass jede Content-Seite (repräsentiert durch eine Portal-Seite) als Objekt Memory verbraucht. Neben dem Memory-Problem tritt auch noch ein Performance-Problem auf, falls zu viele Berechtigungen (Personalisierung) auf die einzelnen Content-Seiten vergeben werden.

 

Gute Architektur:

Hierbei wird darauf Wert gelegt, dass es nur ein (oder mehrere wenige) Content-Portlets gibt. Der Content wird basierend auf Abfragen integriert und nicht 1:1 abgebildet. Es ist auch vorstellbar, dass das Menü des Content-Portlets innerhalb der Hauptnavigation angezeigt wird.

 

Fazit

Bei der Integration von Content aus einem CMS sind die Unterschiede beider Systeme zu beachten. Ein Portal ist ein dynamisches, ein CMS hingegen ein statisches System. Wichtig hierbei ist darauf zu achten, dass die Anzahl von Content-Portlets möglichst gering gehalten wird. Innerhalb des Content-Portlets kann dann über den gesamten Content navigiert werden.

Kategorien: IT-ConsultingOracle WebLogicPortale

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