Facebook und die Problematik mit der Sicherheit für Unternehmen

von Peter Soth

Im Oktober letzten Jahres meldete die Wirtschaftswoche, dass Porsche den Zugang zu Facebook gesperrt hat. Als Grund wurde Angst vor Wirtschaftsspionage angegeben. Auf Veranstaltungen zum Thema Social Media wird dieses Vorgehen immer als Negativbeispiel angeführt. Und meistens höre ich Sätze, wie „Porsche hat Social Media nicht verstanden“ oder „Dann greifen halt die Mitarbeiter mit Ihrem Smartphone auf Facebook zu“. Mit diesem Blog möchte ich die Informationen zusammenfassen, die ich bei meiner Internetrecherche zu diesem Thema gefunden habe.

Was macht Soziale Netzwerke in Bezug auf Cyberattacken so gefährlich?

Symantec [2] warnt im Internet Security Thread Report aus dem Jahre 2010 vor Problemen, die für Unternehmen dadurch entstehen, dass Mitarbeiter gerne ihren Arbeitgeber oder ihre Rolle innerhalb des Unternehmens in sozialen Netzwerken preisgeben. Neben Symantec warnt auch das BSI [3] (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) davor Angaben über den Arbeitgeber in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Aber warum ist dies so gefährlich? In diesem Artikel der VDI Nachrichten [4] ist dies - meiner Meinung nach - sehr schön dargestellt.

Was macht Facebook besonders riskant?

Zunächst einmal ist es die Größe von Facebook. Wie bei Windows ist es auch hier viel wahrscheinlicher, einem Angriff ausgesetzt zu sein. So sehen die Security-Experten von Sophos [5] vor allem folgende Verbesserungsmöglichkeiten bei Facebook:

  1. Kein Informations-Sharing ohne Zustimmung.
  2. Prüfung von App-Entwicklern. Durch die vielen Apps [6] unterscheidet sich Facebook von den anderen sozialen Netzwerken. Aber leider sind sie auch ein Sicherheitsrisiko.
  3. Verschlüsselung als Regelfall. Die vor kurzen eingeführte HTTPS Option sollte der Regelfall sein.

Fazit

Ich möchte hier nicht gegen soziale Netzwerke wettern. Ich selbst benutze sehr gerne Xing. Aber auf der anderen Seite sollte man auch nicht die Gefahren unterschätzen. So kann ich Porsche durchaus verstehen, wenn dort Facebook gesperrt wurde. Benutzt ein Mitarbeiter sein Smart-Phone für den Zugriff auf Facebook können zumindest keine Schadprogramme in das Firmennetzwerk gelangen. Für Firmen, die nicht so restriktiv sein möchten, gäbe es noch die Möglichkeit die BitBox [7] zu benutzen. In diesem Fall läuft der FireFox-Browser in einer virtuellen Maschine, die auf einem abgespeckten Linux-Kernel basiert. Die BitBox wurde von der Sirrix AG in Zusammenarbeit mit dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) entwickelt, um ein sicheres Surfen zu ermöglichen.

Kategorien: IT-Consulting

Zurück