Business Reports mit Google Data Studio

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In einem aktuellen Projekt entwickeln wir für einen Schmuckhersteller eine Softwareanwendung zur Überwachung bzw. Optimierung der Fertigungsprozesse. Die bisher bauchgesteuerten Entscheidungen sollten ab sofort auf betriebswirtschaftlichen Kennzahlen (KPIs) basieren. Hierfür setzten wir ein »Echtzeit-Reporting« direkt in der Anwendung um und zusätzlich erhält das Management wöchentlich einen Bericht, in dem die Kennzahlen auf einer Zeitachse grafisch dargestellt werden. Im Vergleich zur »Realtime-Darstellung«, die eine aktuelle Sicht darstellt, kommen hier eher Trends zum Vorschein.

Was ist Google Data Studio?

Google Data Studio ist ein Reporting Tool, das die interaktive Erstellung von automatisierten Berichten ermöglicht. Datenquellen bindet man per Konnektoren an, es stehen aktuell 17 auf Daten von Google und 229 weitere auf Partnersysteme zur Verfügung. Selbstverständlich kann das Design (Schiften, Farben, etc.) des Reports frei gestaltet werden. Google Data Studio unterstützt folgende Diagramme:

  • Tabelle (Table)
  • Kurzübersicht (Scorecards)
  • Zeitreihendiagramme (Time Series)
  • Balkendiagramm (Bar Chart)
  • Kreisdiagramm (Pie Chart)
  • Landkarte (Geo Map)
  • Google Maps
  • Liniendiagramm (Line Chart)
  • Flächendiagramm (Area Chart)
  • Streudiagramm (Scatter and Bubble Chart)
  • Pivot-Tabelle
  • Bullet-Diagramm
  • Strukturkarte (Treemap)

Warum Google Data Studio?

Es gib jede Menge Reporting Tools auf dem Markt und ehrlich gesagt fiel erst unser zweiter Blick auf Google Data Studio, da die meisten Web-Seiten Google Data Studio als Reporting-Werkzeug für Google Analytics beschreiben und nicht drauf eingehen, dass es sich auch hervorragend für Business Reports eignet. Auch die Tatsache, dass unsere Software bereits in der Google Cloud Platform (GCP) zur Verfügung stand, machte diese Lösungsvariante äußerst interessant. In der GCP nutzen wir die Google App Engine (GAE), innerhalb der die Softwareanwendung mit Hilfe von Java und Spring Boot realisiert wurde. Spring Boot greift wiederum mithilfe von JDBC auf MySQL (Google Cloud SQL for MySQL) zu.

Wie haben wir den Report umgesetzt?

Im Grunde genommen gibt es hier nicht viel Überraschendes zu berichten, wie bei jedem Reporting Tool werden die Diagramme auf die Arbeitsfläche gezogen und mit den Daten verknüpft. Google Data Studio unterstützt auch komplexe SQL-Abfragen - so dachten wir anfangs, dass dies der passende Weg ist. Doch, wie zu erwarten, wurden die SQL-Queries schließlich zu unübersichtlich. Deswegen entschieden wir uns - wie es ebenfalls bei Data-Warehouse-Projekten üblich ist - eine Voraggregation der Werte mit Hilfe eines nächtlichen Batches vorzunehmen. Dieses Vorgehen erleichterte die Erstellung der Diagramme ungemein.

Des Weiteren verteilen wir den Report einmal wöchentlich per E-Mail. Über einen Link in der E-Mail kann man interaktiv im Bericht die Zeiträume der Charts anpassen.

Fazit

Mit Google-Data-Studio ist es praktikabel, Business Reports zu erstellen, die zum einem gut aussehen und zum anderen Daten aus unterschiedlichsten Quellen integrieren können. Ein zusätzlicher Punkt für den Einsatz kann in manchen Projekten auch sein, dass es aktuell noch kostenlos zur Verfügung steht.

Sie dürfen uns bei Fragen gerne kontaktieren, wir unterstützen Sie gerne.

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